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Buchtipp: Verheißung Der Grenzenlose von Jussi Adler-Olsen

Das Buch „Verheißung – Der Grenzenlose“ ist das sechste Buch vom dänischen Autor Jussi Adler-Olsen, das vom etwas verschrobenen Polizeikommissar Carl Mørck handelt. Im Sonderdezernat Q löst er mit seinen beiden Kollegen Assad und Rose alte ungeklärte Mordfälle, die schon lange in den Aktenschränken verstauben. Mit ungeheurem Spannungsbogen aufgebaut, wird Sie auch dieses neue Buch von Jussi Adler-Olsen in seinen Bann ziehen und nicht mehr loslassen, bis Sie auch die letzte Seite gelesen haben.

Inhaltsangabe

Wieder einmal hat Carl Mørck seine Beine auf seinem Schreibtisch liegen, der sich im Kellergeschoss des Polizeipräsidiums befindet, als sein Telefon klingelt. Ein Kollege von der dänischen Insel Bornholm, Christian Habersaat, bittet Carl dringend um seine Unterstützung. Carl ist nicht gerade erfreut, dass ihm wieder mal ein uralter Fall aufgedrückt wird. Nur wenige Stunden später nimmt sich Habersaat auf schockierende Weise das Leben und auch dessen Sohn stirbt bald darauf.

Nun stehen Carl Mørck und seine Kollegen Assad und Rose unter Druck, um den siebzehn Jahre alten Fall, den Habersaat bearbeitete, zu lösen. Damals kam eine junge Frau auf Bornholm bei einem tragischen Unfall ums Leben. Sie wurde kopfüber hängend in einem Baum gefunden. Habersaat war derjenige, der das Opfer fand. Er glaubte nicht an die Version der fahrlässigen Tötung mit Fahrerflucht. In all den Jahren konnte er jedoch den Fall mit seinen Ermittlungen nicht lösen.

Carl Mørck und seine Kollegen stehen vor einem äußerst rätselhaften Fall. Ihr Team wird muss sich mit einigen Schwierigkeiten herumschlagen, denn es kommen auch dunkle Vorkommnisse aus dem Leben der drei Ermittler ans Tageslicht. Das ist für keinen der Drei angenehm. Die Spuren ihrer Ermittlungen führen schließlich auf die Insel Öland und zu dem dubiosen „Zentrum zur Transzendentalen Vereinigung von Mensch und Natur“. Sie begeben sich in eine für Sie unbekannte Welt der Sekte und deren Guru. Der rätselhafte Sonnenkult dieser Vereinigung gibt viele Rätsel auf. Der Sektenguru erweist sich als geschickter Manipulator, dem kein Mittel zu böse ist, um diejenigen aus dem Wege zu räumen, die seine Pläne stören könnten. Die Ermittler begeben sich für die Lösung dieses Falls in tödliche Gefahr.

„Der Grenzenlose“ ist in diesem Buch wohl der Meister der Sekte, der mit Charme und Gerissenheit seine Anhänger zu allem bringt, was er von ihnen möchte. Er war damals beim Tod der jungen Frau vor 17 Jahren vor Ort und das Rätsel muss von Carl Mørck gelöst werden.

Persönliche Meinung

Der Autor Jussi Adler-Olsen schreibt Thriller, die von Mal zu Mal besser zu werden scheinen. Auch dieser ist wieder irgendwie noch besser als der Vorgänger. Die verschiedenen Handlungsstränge machen es zeitweise zwar etwas schwierig den Faden nicht zu verlieren, aber wenn man diesen gefunden hat, dann ist das Buch so fesselnd wie seine Vorgänger. Die Handlungsstränge finden am Ende irgendwie zusammen, zwar nicht so wie ich dachte, aber das macht ja gerade die Spannung aus.

Seine Figuren beschreibt der Autor wie immer sehr detailliert und plastisch. Ich konnte sie mir sehr gut vorstellen und das Kino im Kopf fing recht schnell an zu laufen. Das Buch lief dann fast wie ein Kinofilm im Kopf ab und ich fieberte mit den Ermittlern. Jussi Adler-Olsen hat ein besonders gutes Gespür für Spannung und nachdem ich alle Vorgängerbücher gelesen hatte war die Erwartungshaltung bei mir groß. Sie wurde aber voll erfüllt.

Die Spannung ist von Beginn an da und steigert sich bis zum grandiosen Finale. Der Autor lockt seine Leser immer wieder auf falsche Fährten und überrascht am Ende doch noch im Finale. Den Täter findet man nicht bis man den letzten Satz gelesen hat. Es bleibt also spannend bis zum Schluss, denn es ist nicht immer alles so wie es scheint.

Ich empfehle dieses Buch jedem, der es liebt vor Spannung auf die nächste Buchseite nervös zu werden. Es sollte im Regal keines Thriller-Liebhabers fehlen.

Fazit

Der Schreibstil des Autors ist angenehm und flüssig lesbar. Er beschreibt seine Figuren sehr individuell, sodass man sich diese sehr gut vorstellen kann. Die Spannung wird von Beginn an immer weiter aufgebaut und bleibt bis zum Finale. Adler-Olsen ist für mich einer der besten Autoren im Thriller-Genre. Das Sonderdezernat Q ist eine Truppe dreier sehr unterschiedlicher und doch liebenswerter Charaktere. Das Team löst unter schwersten Bedingungen gemeinsam diesen Fall und ich habe bis zum Schluss mit gefiebert.

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