Buchtipp: Totes Sommermädchen von B.C. Schiller » Blattsinn.com

Buchtipp: Totes Sommermädchen von B.C. Schiller

Das Buch „Totes Sommermädchen“ von B.C. Schiller ist ein wirklich fesselnder Thriller aus der bekannten „Tony Braun“-Reihe, dem Polizeiinspektor aus Linz. Gleich zwei dramatische Fälle muss dieser im Buch lösen. Welche zunächst, wie voneinander unabhängige Tragödien erscheinen, werden im Laufe der Erzählung immer mehr miteinander verknüpft und eine starke Verbindung wird deutlich. Dieser Thriller verspricht Spannung bis zur letzten Seite und Sie werden bei Gänsehaut dieses Buch nicht aus den Händen geben wollen.

Inhaltsangabe

Das Buch „Totes Sommermädchen“ beginnt mit einem Prolog, der von Olin geschildert wird, die im Laufe des Buches als Medium an Bedeutung gewinnen wird. Darin erlebt man als Leser den Mord an ihrem Mann und der gemeinsamen Tochter.

Ein weiterer Fall wird anschließend geschildert. Es ist ein heißer Sommerabend, um genau zu sein der Mittsommerabend. Die beiden Zwillinge Ulla und Britta, die in einem Mädchenheim leben, sind gemeinsam mit ihrem besten Freund unterwegs zum Zelten. Sie wollen diesen Abend im Böhmerwald nahe der tschechischen Grenze feiern. Der Freund betrinkt sich ziemlich. Doch bald fühlen sie sich beobachtet. Die beiden Mädchen machen sich auf die Suche nach dem Beobachter. Die folgende Nacht wird dramatisch und Schreckliches ereignet sich. Am nächsten Morgen ist nur noch einer der Drei übrig geblieben. Der Freund wird schwer verletzt, ein Mädchen wird getötet und das andere entführt.

An einem anderen Ort, aber zur selben Zeit, erwacht das Medium Olin, die drei Monate im Koma gelegen hat. Sie sieht beunruhigende Bilder in ihrem Kopf. Sie ist das Opfer eines Tankstellenüberfalls, bei dem ihr Mann und die gemeinsame Tochter getötet wurden. Nach ihrem Erwachen ist sie mit schrecklichen Bildern aus ihrem Unterbewusstsein konfrontiert.

Der Polizeiinspektor Tony Braun und sein Vorgesetzter Greg Keller von der Mordkommission in Linz stehen vor einem großen Rätsel. Sie müssen diese blutigen Fälle lösen. Braun muss klären welche Rolle das geheimnisvolle Medium Olin spielt. Tony und Olin entwickeln eine geheimnisvolle Verbindung.

Im Laufe des Buches erkennt man die Verstrickung der beiden Fälle miteinander. Dieses Buch geht sieben Jahre zurück und erzählt den Werdegang von Tony Braun bis zur Beförderung zum Posten des Chefinspektors. Die vier ersten Fälle Tony Brauns waren große Erfolge für die beiden Autoren. In dem Buch „Totes Sommermädchen“ muss Tony Braun gleich zwei Fälle lösen. Zusätzlich plagen ihn aber auch private Probleme, vor allem die seines Sohnes, die er ebenfalls lösen muss. Diese Szenen lockern die Spannung ab und an auf, um danach wieder direkt zum Fall zurück zu kehren.

Persönliche Meinung

Die Tatsache, dass in diesem Buch zwei Fälle auftauchen, wirkt am Anfang etwas verwirrend. Doch im Laufe des Buches klärt sich der Zusammenhang der beiden Fälle immer mehr und man erkennt wie die Handlungsstränge nun doch zusammen passen. Der Spannungsbogen dieses Thrillers ist enorm und hält bis zur letzten Seite an. Vorher konnte ich dieses Buch auch fast nicht aus der Hand legen.

Wer Fan von Adler-Olsens „Carl Morck“ ist, wird auch Tony Braun lieben. Die Gefühlswelt von Braun wird sehr gut beschrieben und als Leser fühlt und leidet man mit ihm. Die Probleme mit seinem Sohn zeigen die verletzliche Seite Brauns auf, und wie auch er als Mensch und Vater leidet. Dennoch verliert man dabei nie die beiden Fälle, die es zu lösen gilt, aus dem Auge.

Auch die Gefühlswelten der anderen Protagonisten werden detailliert dargestellt. Das macht es so interessant, denn jeder hat einen anderen Charakter. Olin, die von nun als Witwe durchs Leben gehen muss, ist mit einer medialen Fähigkeit gesegnet. Dies ist ein wichtiger Faktor in diesem Buch. Ihre Gefühlswelt ist ein Auf und Ab und als Leser leidet man regelrecht mit ihr.

Der Schreibstil der Autoren ist wirklich gut. Das Buch ist flüssig zu lesen und Formfehler waren nicht zu finden.

Fazit

Dieses Buch hat etwas sehr fesselndes an sich. Es fiel mir schwer es aus der Hand zu legen. Zunächst ist die Existenz von gleich zwei dramatischen Fällen etwas irritierend, aber je weiter ich las, umso deutlicher wurde die Verbindung der beiden Fälle miteinander.

Schön ist, dass man die auch die anderen vier Bücher aus der „Tony Braun“-Reihe unabhängig voneinander lesen kann und es ist eigentlich egal mit welchem Buch man anfängt. Dieser Thriller ist eine klare Empfehlung für alle Liebhaber dieses Genres. Fesselnde Spannung bis zur letzten Seite mit garantierter Gänsehaut.

Amazon >>